2019|20
Beginn einer künstlerischen Fernbeziehung
Das Heinrich-Heine-Gymnasium liegt in Poppenbüttel und könnte somit für das monsun.theater nicht weiter entfernt liegen. 90 Minuten Fahrzeit braucht es von Tür zu Tür – weit weit weg.
Zum Auftakt unserer TUSCH-Partnerschaft machen sich 20 Schüler:innen der Jahrgangsstufen 9 und 10 sich auf den Weg. Eine Woche proben sie auf der Theaterbühne oder im Werkstattraum des monsun.theaters und erforschen tänzerisch die Frage: „Welche Verbindungen wir Menschen eigentlich eingehen, was diese zusammenhält oder auch zerstört?“
Im Rahmen unserer TUSCH-Kooperation hat sich die Möglichkeit für verschiedene Weiterbildungen ergeben: die Fachschaft Englisch besucht zwei Fortbildungen im Bereich English Theatre und die Fachschaft Deutsch möchte sich im Bereich Szenisches Interpretieren weiterbilden. Zudem stehen einige Theaterbesuche im monsun.theater an: Der Jahrgang 10 besucht im November die hauseigene Produktion FABIAN ODER DER GANG VOR DIE HUNDE von Erich Kästner sehen und diese in einem Publikumsgespräch reflektieren. Mit der Hausproduktion DER NUSSKNACKER wird es sehr weihnachtlich – zum einen ist die Produktion zu Gast im Heinrich-Heine-Gymnasium und zum anderen schmückt sie die diesjährige Weihnachtsfeier der Schule, die im monsun.theater stattfindet.
Weiter mit dem Tanzprojekt und unserem „Nussknacker“ Ahmed Soura als Coach. Wir stellen uns den Herausforderungen, die Verbindung zu unserem Körper, zum Raum und zu den anderen Menschen um uns herum herzustellen. Starke Verbindungen brauchen Zeit zu wachsen. Die Schüler:innen lernen verschiedene Facetten des Tanzes kennen durch angeleitete choreografische Elemente und den Entwicklungsprozess von eigenem Bewegungsmaterial.
Es werden mit den Parametern Raum und Zeit in Bezug auf ein weiteres Medium –Video – erste Schritte gemacht. Das gemeinsames Tanzprojekt soll im Juni 2020 zur Aufführung kommen.
Und dann... CORONA! Die Pandemie zwingt uns zur Vereinzelung, die Proben in die ViKo und die Gemeinsamkeit im Tanz muss durch Filmmontage entstehen: ConnACT
2020|21
Unter dem Thema „Nähe und Distanz“, das in der Pandemiezeit sowohl das monsun.theater als auch die Schüler:innen besonders bewegt, findet erstmals fächerübergreifend statt. So erforscht beispielsweise der Wahlpflichtkurs Tanz der 9. Klasse, inwieweit Nähe und Distanz in bewegten Körperbildern zum Ausdruck kommen kann und entwickelt hierzu eigene Choreographien. Weitere Kurse wie der Englisch Austauschkurs, der Kunstkurs, der Oberstufenkurs Theater und die Video-Technik AG setzen sich mit ihren Assoziationen des Nähe-Distanzbegriffes auseinander und finden ihre künstlerischen Übersetzungsformen. Aus den verschiedenen Ansätzen und Ästhetiken entsteht ein interdisziplinäres Projekt, das in einem gemeinsamen Festival mündet.
HIER UND DA, NAH UND FERN, WIR KOMMEN ÜBERALL HIN findet am 19.05.2021 per ZOOM im Live-Stream statt.
Beteiligt an diesem Künsteevent sind diesmal nicht nur die Schüler:innen des Heinrich-Heine-Gymnasiums, sondern auch die Schüler:innen des Gymnasiums Othmarschen, das langjährige Kooperations-Schule des monsun.theaters ist. In der zweistündigen Präsentation bewegen sich die Schüler:innen mit einer geballten Ladung Kunst, Theater, Performance, Musik hybrid zwischen Othmarschen, Ottensen und Poppenbüttel.
2021|22
Drittes Schuljahr unserer Schulpartnerschaft mit dem Heinrich-Heine-Gymnasium. Die Pandemie verlangt immer noch andere Lösungen vom Theater, als den klassische Abend mit vielen Live-Zuschauern. Mit der Uraufführung von BRUCHLINIEN von Michael Alexander Müller betritt das Theater andere Verbreitungswege und erschafft neue Erlebniswelten. Dem Stück, das live aus einer Privatwohnung gestreamt wird, können die Zuschauer sowohl analog als auch digital beiwohnen.
Im letzten Jahr ihrer Zusammenarbeit gehen das monsun.theater und das Heinrich-Heine-Gymnasium aufs Ganze. Sie haben sich nicht weniger vorgenommen als die Welt zu verändern: WIR WOLLEN EINE ANDERE WELT ist das Motto, das Theater und Schule in den kommenden Monaten verbindet.
Ganz eindeutig hat dieser Leitsatz das Potenzial, Brücken zu bauen und mit der gesamten Schulgemeinschaft gelebt zu werden: In Geographie und Physik beschäftigen sich die Schüler mit dem menschengemachten Klimawandel, in PGW und Geschichte lernen sie die Grundlagen für eine gerechtere und tolerante Gesellschaft. Und die Theaterkurse haben sich dazu entschieden, Jugendliche zu zeigen, die an die Grenzen ihrer Welt stoßen und nach Veränderung suchen. All dies mit Hilfe des monsun.theaters am Ende des Schuljahres sichtbar und erfahrbar zu machen, daran wird jetzt schon auf Hochtouren gearbeitet.
Auch außerhalb des Unterrichts sind die Schülerinnen und Schüler des HEINE aufgefordert, sich mit der Frage auseinanderzusetzen, was für eine Welt sie wollen. Dafür wurde der TUSCH-Wettbewerb ins Leben gerufen. Hier kann jede/r seine eigene Vision von einer anderen Welt kreativ umsetzen.