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Operndorf Ziniaré    

Den Gründer des Operndorfes in Burkina Faso, Christoph Schlingensief, lernte Françoise Hüsges 1998 bei seinem Projekt "Wahlkampf 2000" in Berlin kennen. Diese Begegnung beeinflusste ihre Theaterarbeit maßgeblich.
Seit 2008 arbeitete Christoph Schlingensief an der Idee für das Operndorf, das er als kulturelle Begegnungs- und Experimentierstätte und als Zukunftsreservoir verstanden wissen wollte.
Am 8. Februar 2010 wurde unweit von Ouagadougou, der Hauptstadt Burkina Fasos, der Grundstein für das Operndorf gelegt. Ein halbes Jahr später stirbt Christoph Schlingensief. Seine Frau, Aino Laberenz führt seitdem, die von ihm ins Leben gerufene Festspielhaus Afrika gGmbH weiter. Von 2010 bis heute ist aus einem abgeschiedenen Platz mittlerweile ein kleines Dorf mit einer Schule und seit kurzem auch mit einem Krankenhaus geworden. Das Festspielhaus als Herzstück des Operndorfes soll in diesem Jahr entstehen.
Unter dem Motto „Von Afrika lernen“ wird hier der Kunst- oder Opernbegriff als ein umfassender Akt verstanden, der die natürliche Entstehung einer Lebensstruktur beinhaltet. Im Sinne des zentralen Projektanliegens, wonach das Operndorf mehr und mehr in die Souveränität der Menschen vor Ort übergehen soll, entwickeln seine Mitglieder unter der künstlerischen Leitung von Mahamoudou Nacanabo Ideen und Programme für das künstlerische Leben im Dorf.
Die Festspielhaus Afrika gGmbH hat in Berlin sein deutsches Büro, das für den Austausch und die Präsenz zwischen dem Operndorf Christoph Schlingensiefs und Deutschland sorgt. Zuletzt richtete das Büro das Festival „Festival au Désert“ im Januar 2014 in der Volksbühne aus.

Auch unserem Projekt WEIT WEIT WEG_LOIN TRÈS LOIN wird das Berliner Büro administrativ zur Seite stehen. Das Büro der Festspielhaus Afrika gGmbH hat die erste Kontaktaufnahme zum künstlerischen Leiter, Mahamoudou Nacanabo, des Operndorfes in Burkina Faso hergestellt. Für Christoph Schlingensief war der kulturelle Austausch zwischen Burkina Faso und Deutschland wichtig. Im Vordergrund des Austauschgedankens stand hierbei ein wirkliches Miteinander Arbeiten und Entwickeln und nicht die gegenseitige Zurschaustellung oder Bewertung des eigenen Könnens. Mit diesem Projekt wird ein Anfang gesetzt, sich der Idee Christoph Schlingensiefs anzunehmen. Damit ist der Startschuss für die gemeinsame Entwicklung einer Zusammenarbeit gefallen.